Smart Air - Der Allrounder für Abluftreinigung

Lackieranlagen, chemische Industrie, Spritzgießfertigung, Lebensmittelmittelproduktion und sogar Krankenhäuser: Überall entsteht Abluft – und die Grenzwerte für deren Reinigung werden weltweit immer strenger. Mit Smart Air hat KH ein patentiertes System entwickelt, mit dem sich vielfältigste Schadstoffe (auch Mikroben) reduzieren lassen. Seit 2022 hat das modulare Niedertemperaturverfahren nun seine Praxistauglichkeit bewiesen und steht zur Vermarktung bereit. Die Kosten für Investition und Betrieb liegen weit unter denen für herkömmliche Technologien.

Je nach Art der Verunreinigung existieren bereits viele Behandlungsmethoden (z.B. thermokatalytische Oxidation, Plasmabehandlung, Adsorption etc.), doch keines ist in der Lage Multigasverschmutzungen zuverlässig zu reinigen. Deshalb werden Anlagen bislang – äußerst kostenintensiv – individuell geplant um mehrere Verfahren zu kombinieren. SmartAir hingegen verfügt nun über einen kompletten siebenstufigen Ablauf (siehe Grafik), der einfach und aufeinander abgestimmt realisiert werden kann.

Taktgeber für Smart Air war der chinesische Standort KH Unikun in Suzhou. Hier sind die Umweltvorschriften restriktiver als in Deutschland und die Abluft wird online von der Regierung überwacht. Gleichzeitig steht weniger Platz zur Verfügung, so dass eine besonders effiziente und flexible Lösung gesucht wurde.

Bei KH Unikun reinigt die SmartAir-Pilotanlage die Abluft aus einer Lackieranlage für UV und Hochglanzlacke. Verfahrensstufe 1 ist zusätzlich an die Spritzgießfertigung angeschlossen.

Das Konzept ist so modular gestaltet, dass es für viele Industrien eingesetzt werden kann, um die dortigen Anforderungen zu erfüllen. Interessenten können sich dafür an KH Unikun wenden.

  • Durchsatz > 20.000 m3/h
  • Schadstoffbelastung bis 0,5 % bzw. 5 g/m3

Link zum Patent

Verfahrensstufen:

  1. Hydrodynamische Agglomeration Abtrennung von Partikeln aus dem Abgasstrom (mittels zerstäubter ionischer Waschlösung)
  2. Beaufschlagung des Abgasstroms mit Photonenstrahlung (IR / Mikrowellen)
  3. Leiten des Abgasstroms durch eine Magnet- und eine Plasmaröhren-Anordnung. Es folgen:
  4. Zyklonenwäscher mit basischen und sauren Reaktionsflüssigkeiten
  5. Multi-Katalysatorkammern mit zwischenliegender Magnetanordnung
  6. Zerstäuben einer ionischen Lösung unter Ultraschallenergie, Ausfällung durch Hochspannungslektrolyse
  7. Finaler Zyklonenwäscher, photokatalyischer Nassprozess zur Reduktion von Oxiden.